...OUT LOUD!

„Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.“

Karl Valentin

Müssen Führungskräfte etwas besser können?


 

Die Hoffnung ist groß, dass sich in hierarchischen Strukturen an wichtigen Stellen Menschen finden, die besser geeignet sind als andere Menschen. Das ist zwar nicht die ureigentliche Idee von Hierarchien, aber ein schöner Nebeneffekt. Im Idealfall.


Eine unliebsame Wahrheit für Ordnungsfanatiker ist, dass sich die Welt dynamisch entwickelt. Statistiken und Big Data gaukeln uns zwar anderes vor, was um uns herum geschieht ist trotzdem: letztlich unvorhersehbar, unbeherrschbar, unsicher. Das macht uns vernunftgesteuerten Menschen Angst: Werden wir allem Zukünftigem gewachsen sein?

Angst ist ein hässliches Gefühl und ein Hemmnis. Vielleicht versuchen Menschen deshalb seit jeher, Unsicherheiten durch Ordnungssysteme zu bändigen. Regeln, Institutionen und eben Hierarchien sollen einen Ordnungsrahmen schaffen, der dem Einzelnen Sicherheit und Orientierung gibt und der Gemeinschaft eine optimale Entwicklung ermöglicht. Ein schönes Ziel, das sicher leichter erreicht wird, wenn sich an richtigen Stellen fähige Menschen versammeln.

Wie viele gute Ideen muss sich aber auch diese stets dagegen wehren, von vielfältigen Interessen korrumpiert zu werden. Das misslingt leider oft, häufig auch gründlich. Zum Beispiel, wenn Opportunismus über Stellenbesetzungen entscheidet. Glücklicherweise gibt es auch viele Beispiele für gut gelebte Hierarchien. Dort etwa, wo nach der persönlichen Eignung für eine spezifische Aufgabe gefragt wird – und diese regelmäßig überprüft. Ja, dort machen viele Menschen sehr vieles sehr gut.